Englisch für Deutschsprachige · Aussprache-Guide
he-LOH, mit deutlicher Betonung auf der zweiten Silbe. In Lautschrift: /hə.ˈloʊ/. Anders als im Deutschen wird die erste Silbe fast vollständig verschluckt.
Zwei Silben, he-LOH gesprochen. Die erste ist kurz, unbetont und beinahe tonlos, fast wie ein knappes „he“ im Vorbeigehen. Das gesamte Gewicht liegt auf der zweiten Silbe, die zusätzlich einen Doppellaut trägt.
Anhören: hello
Aufnahme eines echten englischen Muttersprachlers.
Auf dem Papier sehen sich „hello“ und das deutsche „hallo“ zum Verwechseln ähnlich, gesprochen liegen sie aber recht weit auseinander. Der wichtigste Unterschied betrifft dabei gar nicht die einzelnen Laute, sondern den Rhythmus des Wortes: Deutsche Wörter verteilen die Betonung meist recht gleichmäßig auf ihre Silben, Englisch dagegen bündelt sie fast vollständig auf einer Silbe und lässt die andere regelrecht verkümmern.
Hello, my name is Ana.
Hallo, ich heiße Ana.
Anhören: Hello, my name is Ana.
Aufnahme eines echten englischen Muttersprachlers.
„Hello“ ist im Englischen etwas förmlicher als das lockere „hi“, aber deutlich weniger steif als eine deutsche Vorstellung mit vollem Namen. Es passt fast überall, beim ersten Kennenlernen, am Telefon, beim Betreten eines Geschäfts. Wer sich vorstellt, hängt danach meist direkt den eigenen Namen an, genau wie im Beispielsatz oben, ganz ohne die Höflichkeitsfloskeln, die man aus dem Deutschen gewohnt ist.
Der häufigste Fehler betrifft die Betonung, nicht die einzelnen Laute. Deutschsprachige neigen dazu, beide Silben ungefähr gleich stark zu betonen, ähnlich wie im deutschen Wort „hallo“, wo Erst- und Zweitsilbe kaum unterschiedlich klingen. Im Englischen entsteht dadurch ein steifes „HE-lo“ statt des natürlichen „he-LOH“. Die Lösung liegt weniger in der zweiten Silbe als in der ersten: Sie muss bewusst schwächer, kürzer und tonloser werden, fast wie ein Nebengeräusch vor dem eigentlichen Wort.
Der zweite Stolperstein ist der Vokal in der betonten Silbe. Deutschsprachige sprechen ihn oft als reines, langes o aus, wie in „Boot“, weil genau dieser Laut im Deutschen existiert und sich richtig anfühlt. Im Englischen ist es aber kein stehender Laut, sondern ein Doppellaut, der während des Sprechens von einem offeneren o in ein leises u wandert. Bleibt der Mund starr auf einer o-Position stehen, klingt das Wort für englische Ohren spürbar fremd, selbst wenn alle Konsonanten korrekt sitzen.